Zwei Giganten der New Yorker Jazzszene eröffnen das Herbstprogramm: David Murray & Dave Burrell.
Beide haben einen stilistischen Horizont von bodenständigem Blues bis hin zu geistreich experimentierender
Avantgarde.
David Murray (Jahrgang 1955) formte seinen machtvollen Tenorsaxophon-Ton und seine
Konzeption von Musik in der Nachfolge von Coleman Hawkins, Ben Webster, Paul Gonsalves, Albert Ayler und
vor allem Sonny Rollins. Seit beinahe 20 Jahren bereist er mit Combos, Oktett oder Orchester alle wichtigen
Festivals, läßt aufhorchen mit inspirierten Kompositionen. Auch völlig solo versteht er es, einen Konzertabend
lang zu beeindrucken.
Pianist Dave Burrell (Jahrgang 1940) vereinigt Kontrastierendes musikalisch sinnvoll: So kombiniert
er etwa Stride-Techniken der linken Hand mit fein ausgestalteten Läufen der rechten. Oder er verarbeitet
Elemente verschiedenster Kulturkreise, wie die Folklore Haitis für eine im Central Park/New York
uraufgeführte Suite. Hawaii ist dagegen Schauplatz seiner 1980 aufgenommenen Jazz-Oper "Winward Passage".