Am 07. Februar werden zwei Musikerinnen auftreten, die vieles gemeinsam haben: ihr Spektrum reicht
von Blues und Jazz-Traditionals zu farbenkräftigen Eigenkompositionen. Beide sind
sie durch Konzerte, das sie einer Diva des Jazz widmeten, bekannt geworden: Amina Claudine
Myers, mit einem "Tribute to" Bessie Smith und Özay mit einem Billie-Holiday-Programm.
Amina Claudine Myers, in Little Rock/USA geboren,
spielte Orgel in der Kirche ihres Heimatortes, sang in Gospelchören und trat als Jugendliche in
Rhythm & Blues-Gruppen auf. Sie unterrichtete als Musiklehrerin in Chicago für die AACM, wo sie mit der
Avantgarde dieser Community arbeitete ( M. R. Abrams, R. Mitchel und L. Bowie). In einzigartiger Originalität
vermischt die Organistin, Pianistin, Sängerin und Komponistin die Tradition afro-amerikanischer Spiritual-
und Gospel-Musik mit Country Blues und der Moderne des Jazz.
Tom Nicholas bewies seine vielseitigen Fähigkeiten als Drummer und Percussionist in verschiedensten
jazzorientierten Projekten , u.a. bei Pharoah Sanders, Abdullah Ibrahim, Carla Bley oder der Family of Percussion.
Für Özay gab es schon als Fünfjährige nichts anderes als Schauspielerin werden und singen.
In Istanbul geboren, kam sie 1971 allein nach Berlin. 1980 unternahm sie ihre erste Tournee, nach zahlreichen
Jazzclub- und Festival-Auftritten ist ihr 1994 mit der CD "Antiquated Love", zu der sie u.a. David Murray und Chico Freeman
gewann, auch in New York der Durchbruch gelungen. Mit faszinierender Stimme und Ausdruckskraft ist die
"Blues-Stimme vom Bosporus" eine der großen Balladensängerinnen in Europa geworden. Und auch als
Schauspielerin hat sie längst überzeugt: 1986 hatte sie ihr Kinodebüt und wurde sogleich für
die Hauptrolle in "40 qm Deutschland" mit dem Deutschen Filmpreis als beste Schauspielerin geehrt.