Vier Bands spielen von 11 bis 17 Uhr an traditionellen Jazz an vier historischen Stätten im Zentrum von Königsbronn.
Wer traditionellen Jazz mag, hat am Sonntag, 2. August ein Ziel vor Augen. Aufs Neue lädt Jazz Heidenheim zum Jazz Wander- und Radeltag nach Königsbronn ein. Ab 11 Uhr bis 17 Uhr spielen an vier Stationen vier Bands, deren Herz ganz für Hot, Dixie, Ragtime und Swing schlägt. Allesamt sind die Musiker Könner ihres Fachs und beste Unterhalter. Die Bands treten an vier verschiedenen Spielorten auf. Die Pausen sind so abgestimmt, dass man bequem von einer Band zur anderen wechseln kann.
Auf diesen Wegen lernt man ganz nebenbei die historisch höchst interessante Ortsmitte von Königsbronn kennen, das als Industriestandort Geschichte geschrieben hat. Die Königsbronner Hüttenwerke wurden 1365 gegründet und sind das älteste Industrieunternehmen Deutschlands. Dieses Erbe aus dem Mittelalter ist noch vielfach erkennbar.
Dazu, dass am 2. August in Königsbronn Jazz erklingt und man sich gemütlich zu einem Imbiss niederlassen kann, tragen neben den Aktiven von Jazz Heidenheim auch Königsbronner Vereine und Aktive bei. An der Pfefferquelle spielen die Hot Six auf. Achim Bohlender und seine all Stars kann man am Brenzursprung hören. Die Gentlemen of Dixileland lassen sich bei der Feilenschleiferei / Hausbrauerei nieder und die Old Fashion Jazz Band wird man im Klosterhof antreffen. Es wird kein Eintritt erhoben, Spenden sind erwünscht.
An allen Stationen gibt es eine Bewirtung und zudem Führungen: Brenzursprung, 11.30 und 15.30 Uhr, Klosterhof, 12.30 und 13.30 Uhr, Pfefferquelle, 12.30 und 14.30 Uhr Feilenschleiferei, 14.30 und 15.30 Uhr.
Die Veranstaltung findet nur bei gutem und stabilem Wetter statt.
ACHIM BOHLENDER ALL STARS
Achim Bohlender – Klarinette
Bernard Flegar – Schlagzeug
Andy Lawrence – Trompete, Kornett, Gesang
Simon Holliday – Klavier, Gesang
Bernd Schöpflin – Kontrabass
Mit Virtuosität und Spielfreude lassen die All Stars um den aus Bolheim stammenden Klarinettisten Achim Bohlender den traditionellen Jazz aufblühen. Vom New-Orleans-Jazz, Dixieland und Swing bis hin zum Mainstream reicht ihr reiches Repertoire. Allesamt zählen sie zu den besten Musikern der deutschen traditionellen Jazzszene. Als Klarinettist schlägt
Bohlenders Herz besonders für den „King of Swing“ Benny Goodman. Der Schlagzeuger Bernard Flegar hat als Musiker fast die ganze Welt kennengelernt und spielte schon mit Chris Barber und dem Passadena Roof Orchestra. Andy Lawrence ist ein Komponist und Studiomusiker aus England und einer der am meisten beschäftigen Trompeter Süddeutschlands im traditionellen Stil. Simon
Holliday gehört zu den wenigen Pianisten, welche die meisten traditionellen Spielweisen des Jazz vom Ragtime bis zum Pop-Jazz perfekt beherrschen. Bernd Schöpflin spielte als Bassist mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg, dem Staatsorchester Saarbrücken und dem SWR-Orchester Baden-Baden und Freiburg.
OLD FASHION JAZZBAND
Eric Biank – Trompete
Manfred Schütt – Klarinette, Saxophon
Gernod Haug – Posaune
Edgar Holl – Klavier
Rolf Martin – Bass
Bernd Schuchardt – Schlagzeug
Seit 1981 besteht diese Band aus Überzeugungstätern und widmet sich der Pflege des traditionellen Jazz. Gegründet wurde sie von dem Pianisten Rheinhold Reichle mit Musikern aus dem Großraum Stuttgart, wobei sich im Laufe der Jahre die Besetzung ständig erneuert – vorsichtig könnte man sagen „verjüngt“ – hat, so dass heute kein Gründungsmitglied mehr dabei ist. Aber immer noch werden die Ideale der Gründungsväter hochgehalten und eine swingende Musik gemacht, die in die Beine geht. Die experimentierfreudigen Musiker der OFJB schrecken vor keinem Stil zurück und lassen sich in kein Schema pressen. So wird vom Spiritual über den New-Orleans-Gassenhauer und Schlager bis hin zu modernen swingenden Jazz-Standards und Bossa-Novas alles gespielt, was den Musikern selbst und vor allem dem Publikum Freude bereitet. Freunde von Louis Armstrongs Reibeisen-Stimme werden ihre Freude haben, einige seiner bekannten Songs zu hören. Kurz: es gibt musikalische Höhepunkte am laufenden Band, die das Herz jedes Jazzfans höherschlagen lassen. Sollte der Blutdruck einiger Hörer zu stark ansteigen, dann fragen Sie
am besten beim Bewirtungsteam nach einer Stärkung.
HOT SIX
Roland Barth – Schlagzeug, Gesang
Stefan Böhner – Banjo, Gitarre, Gesang
Rudi Gaupp – Piano, Gesang
Lothar Kaißer – Bass, Gitarre
Roland Kucher – Cornett, Flügelhorn
Bernd M. Waibel – Klarinette, Saxophone
Christoph Wegener – Posaune
Die Hot Six mit Roland Kucher spielen seit zirka 15 Jahren immer wieder spontan zusammen. Die Musiker stammen aus dem Raum Schwäbisch Gmünd, Waiblingen und Stuttgart und sind somit gestandene Schwaben. Ihr Herz verloren haben sie aber alle an den frühen Jazz aus den USA: an Dixie und Swing und all die musikalischen Formen, die ins Ohr gehen und Freude beim Hören machen. Im Repertoire haben die Hot Six neben bekannten Hits auch eigene Arrangements und Texte. Von A’int She Sweet über „Wildcat Blues“ oder „After You’ve Gone“ bis „Water Melone Man“ durchkreuzen sie die weiten Gefilde des Jazz. In Heidenheim hat man die Hot Six auch schon mal im Brenzpark hören können.
GENTLEMEN OF DIXIELAND
Manfred Pfütze – Kornett
Hans Werndl – Klarinette
Horst Guist – Posaune
Rudi Elsäßer – Piano
Manfred Walter – Tuba
Thomas Hermann – Schlagzeug
Dixie ist Jazz, der Spaß macht. Diese Musil steht auf der fröhlichen Seite des Lebens. Und dieses Vergnügen wollen die Gentlemen of Dixieland auch ihrem Publikum in Königsbronn bereiten. Seit Anfang 2006, also seit 20 Jahren, gibt es diese Formation mit Musikern aus dem Ulmer Raum, wobei man sich untereinander teils schon seit mehreren Jahrzehnten kennt und sich schätzen gelernt hat. Entsprechend gut eingespielt sind die Gentlemen. Gerne lassen die sechs Musiker Evergreens aus dem
traditionellen Jazz wieder aufblühen. Ihr breites, abwechslungsreiches Repertoire umfasst aber nicht nur Ohrwürmer wie „Ice Cream“, sondern auch weniger bekannte Jazztitel. Egal, ob diese arrangiert sind oder frisch von der Leber weg interpretiert werden, die Gentlemen of Dixieland gehen mit unbändiger Spielfreude ans Werk.




